Blick auf ein Produkt in einer der REINTJES Produktionshallen am Standort in Hameln.

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    REINTJES Chef sieht weltweite Präsenz als Voraussetzung für Kundennähe – und möchte Weg der Internationalisierung konsequent fortsetzen

    Elf Tochtergesellschaften und über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen relevanten Märkten der Welt. Ergänzend dazu zahlreiche globale Servicepartner. REINTJES hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem echten Global Player im Getriebebereich entwickelt.

    Aber wie war der Sprung von der kleinen mechanischen Werkstatt, die Namensgeber Theodor Reintjes 1879 gründete, zum Unternehmen mit Weltruf überhaupt möglich? Eben vor allem durch dieses dichte Netz an eigenen Firmensitzen und Vertriebs- und Servicepartnern.

    „Nur mit Standorten in Deutschland und ohne die Möglichkeit, schnell beim Kunden vor Ort zu sein, würden wir international keine Rolle spielen“, weiß REINTJES Geschäftsführer Klaus Deleroi. Gleichzeitig ist die Ausrichtung aber auch herausfordernd: Trotz räumlicher Distanz braucht es einen Rahmen, um Einheit zu schaffen. „Das ist uns in den vergangenen Jahren sehr gut gelungen. Es gibt einen guten Austausch zwischen dem Hauptsitz in Hameln und unseren Gesellschaften und wiederum auch zwischen diesen untereinander“, so Deleroi.

    Gleichzeitig unterstreicht der REINTJES Chef, dass es weiteres Wachstum und noch mehr Internationalisierung geben muss, um dauerhaft konkurrenzfähig zu sein. Und Deleroi äußert sich auch zu Schwierigkeiten und nennt zwei eigene Standorte, auf die es in Zukunft besonders ankommt.

    Schiffsgetriebe von REINTJES gehen von Hameln in die ganze Welt. Können Sie das aktuelle Portfolio beschreiben und darstellen, wie REINTJES den weltweiten Service für seine Produkte sicherstellt?

    Wir bei REINTJES entwickeln und bauen Getriebe. Gedacht sind die hauptsächlich für alle Arten von Marineanwendungen – also für große und kleine Schiffe, die ein Getriebe für ihren Antrieb benötigen. Unsere manchmal einfachen und oft auch komplexen Anwendungen bieten wir in einem Leistungsbereich von rund 250 bis circa 40.000 kW an. Dazu kommt die industrielle Antriebstechnik. Hier konzipieren und bauen wir Getriebe mit Leistungen zwischen 500 und 70.000 kW. Bleiben wir aber bei der maritimen Antriebstechnik. Ist das Getriebe eingebaut und das Schiff übergeben, dann erwarten unsere Kunden natürlich auch einen umfangreichen Service rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Dieser Erwartung werden wir durch eigene und externe Servicepartner weltweit gerecht. Stellen wir uns vor, dass es ein Problem mit einem unserer verbauten Getriebe gibt oder dringend ein Ersatzteil benötigt wird. Dann meldet sich der Kunde bei seinem REINTJES Ansprechpartner, der leitet alles für den Serviceeinsatz in die Wege und innerhalb von 24 Stunden ist ein Servicemonteur vor Ort. Unabhängig davon, wo auf der Welt.

    An welchen Standorten ist REINTJES aktiv?

    Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach: Im Prinzip sind wir auf der ganzen Welt an den Standorten im Einsatz, an denen Schiffe gebaut oder betrieben werden. Die Liste reicht hier von Antwerpen über Istanbul, Singapur und Shanghai bis Manaus in Brasilien. Insgesamt gehören neben unserem Hauptsitz in Hameln elf Tochtergesellschaften zu REINTJES. Die befinden sich in Deutschland (Hamburg), Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Brasilien, Indien, China, Singapur, Peru und der Türkei.

    Wie stellen Sie sicher, dass alle weltweiten Standorte und Partner trotz räumlicher Distanz als eine Einheit auftreten und dieselben Qualitätsstandards erfüllen?

    Alle unsere weltweiten Vertriebs- und Servicepartner haben eine große Autonomie und können viele Entscheidungen selbstständig treffen – egal ob in Eigen- oder Fremdbesitz. Anders funktioniert eine wertschätzende, effiziente und zukunftsorientierte Zusammenarbeit in meiner Wahrnehmung auch nicht. Natürlich gibt es aber einen festen Rahmen, wie wir gegenüber Kunden, potenziellen Kunden und anderen Entscheidungsträgern auftreten. Aus diesem Grund verfügen wir über ein Netzwerkmanagement und ein globales Marketing, das zum Beispiel die weltweite Cor­po­rate Iden­ti­ty überwacht.

    Gibt einen Servicestandort, der in jüngster Zeit besonders stark gewachsen ist?

    Gegenüber unseren Standorten für Vertrieb und Service ragt kein anderer total heraus. Trotzdem möchte ich zwei nennen. Zum einen ist das unser Sitz in Hamburg. Diesen bauen wir gerade personell aus. Das mit dem Ziel, unsere Kunden aus Nordeuropa noch besser betreuen zu können. Dazu kommt unsere noch relativ junge Tochtergesellschaft in Italien: REINTJES Hybrid Power. Es handelt sich dabei um ein Kompetenzzentrum für Hybrid- und Elektroantriebe in der Schifffahrt. Dort setzen wir auf ein spezialisiertes Team mit Anwendungs- und Ingenieurwissen und möchten so noch mehr an dem wachsenden Trend im Bereich der elektrischen und hybriden Antriebssysteme teilhaben.

    Welchen Stellenwert haben Servicepartner im Ausland für die Betreuung der Kunden – insbesondere bei zeitkritischen Projekten?

    Unsere Vertriebs- und Servicepartner sind unsere Augen, Ohren und Hände im Markt und immer die ersten Ansprechpersonen unserer Kunden. Und da bei uns Kunden die allerhöchste Priorität genießen, ist der Stellenwert der Servicepartner entsprechend hoch. Und auch wenn ich an den zeitlichen Aspekt denke, sind die Servicepartner ein entscheidender Faktor, weil sie über eigene Techniker und Monteure verfügen und wir so vor Ort bei Reparatur- und Serviceaufträgen schnell reagieren können.

    Die weltpolitische Lage ist von Konflikten, Handelsbarrieren und geopolitischen Spannungen geprägt und wirkt sich auf die verschiedenen Bereiche der maritimen Branche aus. Wie geht REINTJES damit um?

    Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten, weil die Lage im Moment sehr volatil ist und sich gefühlt ständig ändert. Im Prinzip beobachten wir die Situation und hören unseren Vertriebs- und Servicepartnern gut zu. Und wir sind, auch durch Besuche, ständig mit unseren Kunden in Kontakt. Daraus leiten wir kurzfristige Maßnahmen ab. Langfristige Entscheidungen haben wir bislang aber keine getroffen.

    Blick nach vorn: Welche Prioritäten setzen Sie bei der Weiterentwicklung der weltweiten Präsenz von REINTJES, um auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig zu bleiben?

    Das Stichwort an dieser Stelle lautet: Mini REINTJES. Damit meine ich eine Weiterentwicklung unserer Standorte oder den Aufbau neuer Standorte. Mittel- und langfristig werden wir um diese Entscheidung nicht herumkommen. Das wird deshalb nötig werden, weil wir momentan nur am Standort Hameln produzieren. Die Local-Content-Anforderungen sehen aber vor, dass Teile von Produkten auch lokal beschafft werden müssen. Konkret denke ich da an Länder wie die USA, China, Indien, Brasilien und andere. Gleichzeitig werden wir auch unser Vertriebs- und Servicenetz erweitern. Mit Tochtergesellschaften und Partnerunternehmen.

    REINTJES Geschäftsführer Klaus Deleroi.

    Klaus Deleroi ist seit 2015 Geschäftsführer der REINTJES GmbH.