Blick auf ein Produkt in einer der REINTJES Produktionshallen am Standort in Hameln.

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    Service der neuen Generation: REINTJES setzt zunehmend auf Aftersales und hat separates Ersatzteillager aufgebaut

    Von Hameln aus in die Welt: Das trifft auf REINTJES im doppelten Sinne zu. Als Unternehmen und bezogen auf die eigenen Produkte. Vom Standort im Weserbergland aus hat sich REINTJES in den vergangenen Jahrzehnten zu einer globalen Marke rund um maritime und industrielle Antriebstechnik entwickelt.

    In Hameln konzipiert und baut die Traditionsfirma Getriebe und schickt sie von dort zu Kunden aus der ganzen Welt. „Und genau dieser internationale Charakter ist natürlich auch eine Herausforderung, weil Schiffseigner, Reedereien und Charterer, die Produkte von uns kaufen, erwarten, dass wir diese auch warten, generalüberholen und bei Bedarf reparieren. Deshalb ist der Service für uns extrem wichtig“, sagt Thomas Haferkorn als Abteilungsleiter Service.

    In 24 Stunden beim Kunden

    Wie schafft es ein Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland aber, einen weltweiten Service zu garantieren? Zum einen durch ein Netz an eigenen Tochtergesellschaften und Servicepartnern. Zum anderen aufgrund von schnellen Entscheidungswegen.

    „Wir sind dort, wo unsere Kunden sind, oder zumindest in der Nähe. Und wir haben verschiedene Serviceteams, die von Hameln aus oder über unsere Tochtergesellschaften koordiniert werden“, erklärt Oliver Schmidt, Manager Produkt Support. Schmidt kennt das Geschäft Kundeneinsatz im Detail.

    „Ich bin mittlerweile seit 26 Jahren bei REINTJES. Zehn davon war ich selbst als Monteur in der ganzen Welt unterwegs“, unterstreicht er seine Erfahrung auf diesem Gebiet. Mittlerweile hat er die Seiten gewechselt und steuert seit rund fünf Jahren die acht Servicetechniker am Standort Hameln.

    „Unsere Tochtergesellschaften und Servicepartner haben oft eigene Werkstätten und Monteure. Unsere Techniker in Hameln sind deshalb sozusagen weltweit die Feuerwehr und 120 bis 180 Tage pro Jahr unterwegs“, so Schmidt und fügt an: „Im Idealfall meldet sich der Kunde mit einer geplanten Wartung oder einem Problem mit dem Getriebe bei uns oder seinem REINTJES Servicekontakt. Dann leiten wir in entsprechender Zusammenarbeit alles Nötige für den Einsatz in die Wege, sodass innerhalb von 24 Stunden ein Techniker vor Ort sein kann. Von der Meldung bis zur Arbeit im Einsatzgebiet vergeht dank kurzer Entscheidungswege also nur wenig Zeit.“

    Entwicklung von klassischem Service zu Aftersales

    Was Oliver Schmidt beschreibt: REINTJES ist nah am Kunden, schnell vor Ort und stark im Bereich Service, wenn es um Wartungen, Reparaturen usw. geht. In Zukunft noch wichtiger wird aber das Proaktive.

    Genau deshalb baut der Getriebespezialist seine ganze Serviceabteilung im Rahmen eines Projekts um – in Richtung Aftersales. Betreut wird dieses Projekt von Thomas Haferkorn. Und der Servicechef erläutert: „Wir sind immer dicht dran an unseren Kunden, wollen sie aber noch aktiver betreuen. Deswegen drehen wir momentan an vielen Rädchen und haben schon viel geschafft. Trotzdem liegt noch einiges an Weg vor uns.“

    Entstanden ist am Hauptsitz in Hameln bereits ein eigenes Servicelager. Mit oft nachgefragten Verbrauchsmaterialien und wichtigen Ersatzteilen. Zugriff darauf hat über den internen Webshop der komplette REINTJES Kosmos. Um noch effizienter zu werden, soll für jede Tochtergesellschaft ein solches Lager – manche besitzen schon eines – für den jeweiligen Markt aufgebaut werden.

    Und auch die Getriebeakte hat Thomas Haferkorn besonders ins Blickfeld genommen: „Diese Akten gibt es für jedes Getriebe schon lange – inklusive der ganzen Historie ab der Auslieferung. Aus Servicesicht geht da aber noch mehr. Wir könnten beispielsweise feste Serviceintervalle gleich hinterlegen. Das zahlt dann ebenfalls auf den Umbau vom reinen Servicecharakter hin zur Aftersales-Idee ein.“

    Thomas Haferkorn (Abteilungsleiter Service, rechts) und Oliver Schmidt (Manager Produkt Support) im Fachgespräch.

    Thomas Haferkorn (Abteilungsleiter Service, rechts) und Oliver Schmidt (Manager Produkt Support) im Fachgespräch.