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Welche Anforderungen stellt Green Shipping an Yachten und Freizeitschiffe?
Green Shipping wird häufig mit der Berufsschifffahrt in Verbindung gebracht. Tatsächlich verändert sich aber auch der Freizeitbereich. Moderne Antriebskonzepte halten zunehmend Einzug in Yachten und weitere Freizeitschiffe.
Während bei Fähren oder Arbeitsbooten feste Fahrprofile und Emissionsvorgaben den Einsatz hybrider Antriebe begünstigen, stehen im Freizeitbereich andere Anforderungen im Vordergrund.
Viele Eigner wünschen sich beispielsweise ein ruhigeres Fahrerlebnis, weniger Geräusche beim Manövrieren und mehr Komfort an Bord. Gerade in Häfen oder küstennahen Gebieten bieten Hybrid- oder Elektroantriebe praktische Vorteile. Das Ein- und Auslaufen erfolgt nahezu geräuschlos, gleichzeitig entstehen lokal keine Abgasemissionen.
Auch in sensiblen Natur- oder Küstengebieten kann ein (teil)elektrischer Fahrbetrieb Vorteile bieten. Gleichzeitig soll die zusätzliche Technik möglichst wenig Platz beanspruchen. Gerade auf kleineren Schiffen konkurrieren Antriebssysteme mit Kabinen, Stauraum und weiterer Bordtechnik.
Kompakte Lösungen schaffen hier zusätzliche Freiheiten bei der Planung, neue Antriebssysteme müssen sich möglichst platzsparend integrieren lassen und dürfen die Nutzung des Schiffes nicht einschränken.
Ein weiterer Aspekt ist die Bedienung. Freizeityachten verfügen nicht unbedingt über eine technische Besatzung. Systeme sollten deshalb intuitiv funktionieren und sich ohne aufwendige Eingriffe im Bordalltag nutzen lassen.
Die Anforderungen unterscheiden sich damit von denen der Berufsschifffahrt. Gleichzeitig zeigt sich auch hier ein gemeinsames Thema: Mit jeder zusätzlichen Komponente steigen der Platzbedarf und der Integrationsaufwand.
Gefragt sind deshalb Lösungen, die möglichst kompakt aufgebaut sind und sich ohne umfangreiche Anpassungen in bestehende Schiffskonzepte integrieren lassen.